Aktuelles aus der Politik.
Am Samstag, 10.10.2027 veranstaltet die FDP NRW das 10.000-Türen- Event.
Es ist ein Zeichen, dass die FDP noch vorhanden ist. Ein Zeichen, dass es immer noch eine liberale Partei in Deutschland gibt.
Es wird sicher Verwunderung auslösen, dass wir diesen Wahlkampf so früh beginnen, und es wird auch Häme und Spott geben.
Aber es geht hier nicht nur um die FDP. Es geht um Nordrhein-Westfalen. Es geht um Deutschland.
Das liest sich pathetisch, aber leider ist es wahr.
Es ist offensichtlich, dass in den Bundesländern und mit hoher Wahrscheinlichkeit bald auch im Bund die extremistische Kräfte von rechts wie von links an Stärke zunehmen, während die ehemaligen Volksparteien, einschließlich der Grünen und leider auch der FDP, hilflos und unglaubwürdig agieren. Aber die Wähler von AfD und den Linken sind nicht überwiegend extrem, sind nicht ‚alles Nazis‘ oder ‚Kommunisten‘.
Die Bürger sind unzufrieden, und das zu Recht.
Die aktuelle Politik findet keine glaubwürdigen Antworten auf die Probleme unserer Tage, auf Kriegsgefahr, Wohlstandsverlust, ungeordnete Migration, Energieknappheit, Ressourcenverteilung und Klimaveränderung.
Stattdessen doktert die Politik stur in den Grenzen ihrer jeweiligen Ideologie an den Symptomen statt an den Ursachen, wobei die jeweiligen politischen Parteien sich gegenseitig behindern und ausbremsen im Namen der Demokratie.
Den etablierten Parteien fällt es überall schwer, sich aus ihren etablierten politischen Korsetts zu befreien, denn die Konzepte haben sich jahrzehntelang bewährt, und demokratische Prozesse sind naturgemäß langsam.
Das geschieht heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in der EU und überall in den Demokratien der Welt. Das muss aufhören, sonst werden weltweit totalitäre Regierungsformen mit weitaus schnellerer, direkterer Politik die Führung übernehmen.
Die FDP ist liberal. Das bedeutet auch, vielleicht vor Allem, freigeistig, offen für Neues.
Das ist unserer Chance, und wohl auch unsere Pflicht.
Wir brauchen ein ideologiefreies, weltoffenes und optimistisches Konzept, zu dem wir trotz Anfeindung und Spott stehen, gelassen und ruhig.
Die Ansätze der ‚neuen FDP‘ sind gut und richtig.
Versuchen wir, unsere freiheitliche Politik wieder populär zu machen.
Lassen wir uns nicht beirren durch Rückschläge und Missachtung.
Das ist für mich nicht etwa eine ‚Glaubensfrage‘.
Es ist eine möglichst vorurteilsfreie und sachliche Weltansicht und die Abwägung dessen, was nützlich und vernünftig ist und sein wird.
Werner Keulen, Ortsverband Roetgen