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Stand

03.01.2011

 

 

 

 

 

  Merkwürdigkeiten bei der Planung zum Haushalt 2011 der Städte Region Aachen


FDP : Keine Unterstützung für Alemannia aus dem Bildungs- und Jugendetat

Sie können sich vorstellen, dass vielen Politikern in der Eifel morgens "fast das Frühstücksbrötchen im Halse stecken blieb" als sie die Pläne des StädteRegionsrates und seines Dezernenten in der Tagespresse lasen, wonach der Fußball-Club Alemannia Aachen insgesamt rund 900.000 Euro aus dem Bildungsetat erhalten soll.

Die FDP Roetgen wird dieses Vorhaben nicht mittragen und fordert die liberale Städteregionsfraktion um Unterstützung auf:

Beitragsfreies Kindergartenjahr statt Alemannia!

Keine Mehrbelastung für HSK-Kommunen!

Die FDP Roetgen hat in Ihrer gestrigen und heutigen Sitzung (Parteivorstand und Fraktion) einstimmig beschlossen, Ihnen mitzuteilen, eine Mehrbelastung durch Erhöhung der Regionsumlage um 0,825 % auf 25,35 % angesichts der bekannten Haushaltsmisere, in der sich die Gemeinde Roetgen befindet, abzulehnen.

Die Gemeinde Roetgen kann sich keine weiteren Ausgaben leisten. Der Haushalt 2011 ist - eben wegen der finanziellen Schwierigkeiten – noch nicht festgestellt.

Jeder Finanzierungsanspruch, wie von Ihnen vorgetragen, stellt die Gemeinde vor unüberbrückbare Probleme.

Die FDP war und wird sich immer, wo und wie es immer möglich ist, für ein beitragsfreies Kindergartenjahr einsetzen. Allerdings sollte dieses nur dann möglich sein, wenn die haushälterischen Voraussetzungen vorliegen. Das ist für die Gemeinde Roetgen nicht gegeben.

Es ist auch den Bürgern von Roetgen nicht zumutbar, weitere Belastungen in Kauf zu nehmen. Und dies auch noch, wenn Sie durch die Presseberichterstattung darüber informiert werden, dass ein Fußball-Club über Maßnahmen der Jugend- und Bildungspolitik gefördert werden soll .

Wir sind der Auffassung, dass diese Marketing-Maßnahmen durch die Städte-Region Aachen anderweitig finanziert werden müssen. Der beabsichtigte finanzielle Aufwand von rund 900.000 Euro wäre an Stelle der Unterstützung für Alemannia sicherlich für die Deckung des beitragsfreien Kindergartenjahres besser in Ansatz gebracht.

Das werden auch Verantwortliche des Clubs sicher gerne bestätigen.

Trotz allem werden die treuen Alemannia-Fans aus Roetgen ihrem Club „die Stange halten“ und gerne den Club stärker unterstützen.

Leider stellen wir auch fest, dass man seitens der Städte Region Aachen dem Fußballverein einen „Bärendienst“ erweist, wenn die angekündigte Maßnahme einer Unterstützung durch die FDP in der Städte-Region mitgetragen wird.

Wir Liberale in Roetgen sind überzeugt, dass durch diese Unterstützung eher ein Imageverlust für die wackeren Alemannen eintreten könnte.

"Dass die finanziellen Mittel zu Lasten von Haushaltssicherungskommunen und bei der Städteregion ausgerechnet aus dem Jugend- und Bildungsetat entnommen werden ´stinkt zum Himmel´ ", so Franz-Josef Zwingmann, Fraktionschef der FDP in Roetgen.

"Klar", so der Liberale weiter, " können Etschenberg und sein Dezernent für diese eigentliche Marketing-Maßnahme in den Schulen Umfragen starten. Sie werden wahrscheinlich reichlich Zustimmung erhalten. Prüft man aber die Situation trockenen Auges, verbirgt sich dahinter ein wirtschaftlich agierender Verein, dem auf Kosten der Jugend und der Bildung Unterstützung gewährt werden soll. Wo bleiben die Grundsätze der Haushaltsführung von Klarheit und Wahrheit ?"

"Ich bin sicher, dass meine Kollegen in Monschau und Simmerath ähnlich denken", meint Zwingmann.

Wir fordern die FDP-Fraktion in der Städte-Region Aachen auf, den Fußball-Club Alemannia mit tatsächlich kreativen Ansätzen im Marketingbereich zu unterstützen und die Gemeinde Roetgen vor jeglicher finanzieller Zusatzbelastung zu schützen.

Franz-Josef Zwingmann
[verantwortlicher Verfasser im Sinne des Telemediengesetz]